Förderung

Fördermöglichkeiten vom Bund

Berufliche Weiterbildung wird vom Bund finanziell unterstützt. Von verschiedenen Stipendien über Bildungsgutschein und Bildungsprämie ergeben sich vielfältige Möglichkeiten, bei den Kosten für berufsbezogene Weiterbildungen Zuschüsse zu beantragen. Hier haben wir Ihnen eine Auflistung der Förderprogramme zusammengestellt.

 

  • Der Bildungsgutschein wird von der Bundesagentur für Arbeit ausgestellt und fördert berufliche Weiterbildung für Arbeitslose, Berufsrückkehrer und Beschäftigte, denen eine Kündigung bevorsteht. Der Arbeitsberater der Arbeitsagentur an ihrem Wohnort bewilligt den Bildungsgutschein, wenn er eine Weiterbildung in Ihrem Fall für nötig hält.
    Details zu den Voraussetzungen und der Einlösung des Bildungsgutscheins finden Sie [hier]. Den Ansprechpartner Ihrer Arbeitsagentur vor Ort finden Sie [hier].

 

  • Der Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS) wird von der Bundesagentur für Arbeit ausgestellt. Er dient der Förderung der beruflichen Eingliederung von Arbeits- und Ausbildungssuchenden. Den Ansprechpartner Ihrer Arbeitsagentur finden Sie [hier]

 

  • Im Rahmen des Bundesprogramms ,Bildungsprämie‘ fördert der Bund Erwerbstätige bei Investitionen in Bildung und Weiterbildung. Gefördert werden Weiterbildungsinteressierte mit einem Prämiengutschein oder mit einem Spargutschein. Die genauen Förderungsvoraussetzungen und -leistungen und die zuständige Stelle für ihr  Beratungsgespräch finden Sie [hier]. Mit einem Vorab-Checkkönnen Sie direkt online prüfen, ob Sie einen Prämiengutschein erhalten können.

 

Fördermöglichkeiten vom Land

Neben den Fördermöglichkeiten vom Bund gibt es auch einige Fördermöglichkeiten für berufsbezogene Weiterbildungen vom Land.

 

  • Der Bildungsscheck ist ein finanzieller Zuschuss von 50% für berufliche Weiterbildungen von Beschäftigten, Berufsrückkehrern und Betrieben mit weniger als 250 Beschäftigten in NRW. Gefördert werden Weiterbildungen, die der beruflichen Qualifizierung dienen. Weitere Informationen dazu finden Sie [hier]. Die Beratung und die Ausstellung des Bildungsschecks übernimmt die Bildungsberatungsstelle an Ihrem Wohnort. Welche das ist, finden Sie [hier].

 

Finanzierung durch Arbeitgeber

Von einer berufsbezogenen Weiterbildung eines Mitarbeiters profitiert oftmals das ganze Unternehmen. Daher unterstützen viele Arbeitgeber berufliche Qualifizierungen ihrer Beschäftigten und finanzieren diese ganz oder zumindest teilweise. – Sprechen Sie Ihren Arbeitgeber einfach darauf an!

In Nordrhein-Westfalen werden Unternehmen finanziell für berufsbezogene Weiterbildungen ihrer Arbeitnehmer bezuschusst.

Das Land NRW gewährt mit Unterstützung des Europäischen Sozialfonds (ESF) Zuschüsse für die Beteiligung von Beschäftigten in kleinen und mittleren Betrieben an beruflicher Weiterbildung als Bildungsscheck.

Neben individuellen Absprachen mit dem Arbeitgeber gibt es in einigen Bundesländern auch noch die Möglichkeit, Bildungsurlaub zu beantragen. Die Kosten der Weiterbildung trägt der Mitarbeiter selbst. Allerdings hat er einen gesetzlichen Anspruch auf Freistellung für einen bestimmten Zeitraum bei laufender Lohnzahlung, um an den Weiterbildungen teilnehmen zu können. Eine Übersicht über alle Bundesländer, in denen Sie einen gesetzlichen Anspruch auf Bildungsurlaub haben, finden Sie [hier].

 

Finanzierung durch Kredite

Falls Sie nicht zu den Anspruchsberechtigten für die verschiedenen Förderprogramme gehören und die Kosten Ihrer Weiterbildung selber tragen müssen, können Sie einen Kredit dafür aufnehmen. Neben einem gewöhnlichen Ratenkredit, den Sie mit Ihrer Bank vereinbaren können, gibt es noch andere Kredittypen, die möglicherweise günstiger für Sie ausfallen.

Das Bildungskreditprogramm der Bundesregierung vergibt zinsgünstige Kredite für Erst-, Zweit- und auch Folgeausbildungen. Diesen Kredit erhalten Schüler und Studierende in beruflicher Weiterbildung oder Umschulung. Die Antragstellung erfolgt online. Die Kreditvergabe ist unabhängig vom Einkommen der Eltern oder des Lebenspartners. Alle Informationen dazu finden Sie [hier].

 

Steuern sparen

Die Kosten für Ihre Weiterbildung können Sie bei Ihrer nächsten Steuererklärung geltend machen. Sowohl die Kursgebühren als auch Reise- und Übernachtungskosten, Fachliteratur und Schreibmaterial sowie Kreditzinsen und -gebühren sind steuerlich absetzbar. Für Arbeitnehmer werden diese Kosten als Werbungskosten geltend gemacht. Für Selbständige sind diese Kosten gewinnmindernde Betriebsausgaben.