Deutsch für Mediziner B2/C1

Wir bereiten Ärzte und Ärztinnen jeglicher medizinischer Fachrichtungen (auch Zahnmedizin) auf die Deutschprüfung der Ärztekammer zur Approbation oder die TELC B2/C1-Medizinprüfung vor. Mit unserem Deutschkurs stärken Sie Ihre kommunikativen Fähigkeiten und Ihre interkulturelle Kompetenz im medizinischen Arbeitsumfeld.

Kursinhalt

In Gruppenkursen vermitteln wir Ihnen Wissenswertes über das deutsche Gesundheitssystem im internationalen Vergleich und deutsche Krankenhausstrukturen. Sie lernen Fachwörter aus Medizin und Pharmazie, deutsche umgangssprachliche Bezeichnungen von Krankheitsbildern und Organen, unterschiedliche Formen der klinischen Dokumentation und das korrekte Schreiben von Arztbriefen. Wir trainieren mit Ihnen Patientengespräche z.B. zu Anamnese und in Untersuchungssituationen. Weitere Themen sind die Patientenvorstellung, apparative Diagnostik, Fallpräsentationen, die Vorbereitung und die Präsentation von Fachvorträgen und das Erstellen einer Bewerbung.

Sie erwerben schnell und sicher sprachliche Kompetenzen in den Bereichen

  • Fachsprache Medizin und Pharmazie
  • Anamnese
  • Körperliche Untersuchungen
  • Apparative Diagnostik
  • Ärztliche Gesprächsführung
  • Patientenvorstellung und Fallpräsentationen
  • Vortragsgestaltung
  • Dokumentationsverfahren und Abfassen von Arztbriefen

Zielgruppe

Ärzte, Ärztinnen und Medizinstudenten

 

  • Kursformat: Deutsch Intensivkurs zur Vorbereitung auf die Fachsprachprüfung, 20 Unterrichtsstunden pro Woche
  • Kursdauer: 8 Wochen
  • Kurstage: Mo-Fr (14:00-17:15 Uhr)
  • Mindestvoraussetzung für die Teilnahme sind Sprachkenntnisse auf dem Niveau B2 des GER
  • Kursgebühr: 980,- €
  • Teilnehmer: 5-13

Voraussetzung für die Erteilung der Berufserlaubnis als Arzt oder einer Approbation für ausländische Ärzte ist der Nachweis von Sprachkenntnissen in Form einer Fachsprachprüfung.

  Start Ende Registration
B2/C1 07.01.2020 02.03.2020 Anmeldung
B2/C1 03.03.2020 30.04.2020 Anmeldung
B2/C1 04.05.2020 03.07.2020 Anmeldung
B2/C1 06.07.2020 28.08.2020 Anmeldung

 

Prüfungsablauf

Die Fachsprachprüfung soll so praxisnah wie möglich sein. Alle Elemente sind bereits aus dem Klinikalltag bekannt. Die Prüfung bezieht sich nur auf die Fachsprache und nicht auf das medizinische Grundwissen. Für die Fachsprachprüfung ist es nicht erheblich, ob eine falsche Diagnose gestellt oder eine verfehlte Behandlungsoption genannt wird. In die Bewertung fließt lediglich der sprachliche Umgang mit der jeweiligen Situation ein.

Die Sätze müssen in sich stimmig sein. Eine Aussage wie zum Beispiel: “Bei einer Humerusfraktur ist der Fuß einzugipsen.” wird die Nachfrage nach dem Verständnis der Worte “Humerus” und  “Fuß” nach sich ziehen. Es wird ein flexibler und gegebenenfalls umschreibender Sprachgebrauch gefordert.

Die 60-minütige Prüfung unterteilt sich in 3 Stationen von jeweils 20 Minuten Dauer.

  1. Arzt-Patienten-Gespräch
  2. Dokumentation
  3. Arzt-Arzt-Gespräch

1. Arzt-Patienten-Gespräch

Der Prüfling führt mit einem Patienten ein Anamnesegespräch. Die Rolle des Patienten nimmt ein Schauspieler ein. Der Prüfling behandelt ihn jedoch wie einen ganz normalen Patienten. So dass ein Arzt-Patienten-Gespräch simuliert wird, wie es aus dem Behandlungsalltag bekannt ist.

Diese Methode stellt sicher, dass jeder Prüfungskandidat einen gleich schweren Fall erhält.

Die Anamneseerhebung geschieht genauso wie dies im Studium erlernt wurde. Nachdem sich der Prüfling ein Bild von dem Patienten gemacht hat, erläutert er seine Verdachtsdiagnose und unterbreitet dem Patienten Vorschläge zur weiteren Diagnostik und Therapie. Dem Patienten sollen die als sinnvoll erachteten Maßnahmen erklärt und auf  Rückfragen reagiert werden.

Dabei ist zu beachten, dass Patienten wenig mit medizinischen Fachausdrücken vertraut sind. Es ist wichtig, dass der Patient den zu prüfenden Arzt sicher und gut verstehen kann.

2. Dokumentation

In der zweiten Station soll der Prüfling die Anamnese in einen Anamnesebogen übertragen. Dazu erhält der Prüfling von der ÄkNo ein vorgefertigtes Formular, wie es in jedem Krankenhaus des Kammergebietes in den Grundzügen vorhanden ist.

3. Arzt-Arzt-Gespräch

Die dritte Station der Prüfung stellt die Situation einer Visite nach. Hier trifft der Prüfling mit zwei Ärztinnen oder Ärzten zusammen (zum Beispiel einer Chefärztin und einem Oberarzt). Der Prüfling stellt den Ärzten in strukturierter Weise die in Station 1 gesehene Patientin oder den Patienten vor.

Die Gesprächspartner sind Ärztinnen und Ärzte, sodass hier keine Laiensprache angewendet werden muss, sondern in der medizinischen Fachsprache kommuniziert werden soll. Es ist wichtig, über ein klar strukturiertes Vorgehen die Informationen zu der Patientin oder dem Patienten zu verdeutlichen. Hierbei sollte der Prüfling auch seine eigene Einschätzung der Lage und seine Ideen zur weiteren Behandlung erläutern.

Nach der Patientenvorstellung werden die beiden Ärzte einige Rückfragen dazu stellen. Auch können die ärztlichen Kollegen dem Prüfling weitere Unterlagen zu dem Patienten vorlegen, die dieser bewerten soll.